Strategie

Neue Strategie als Dach für die Careum Gruppe

Integral, kompetent, digital, vernetzt, vorbildlich: Diese fünf Schlagworte stehen bei Careum in den nächsten vier Jahren im Zentrum. Die neue Dachstrategie der Careum Gruppe ist gemeinsam mit den Tochtergesellschaften und den Mitarbeitenden entstanden.

Careum hat sich im vergangenen Geschäftsjahr intensiv mit der strategischen Neuausrichtung beschäftigt. Der Stiftungsrat hat den Prozess bereits im Herbst 2018 mit einer Kick-off-Veranstaltung initiiert. Sieben intensive Workshops, viele engagierte Diskussionsrunden und unzählige Feedbackschleifen später waren die neuen Eckwerte definiert. Der letzte Akt folgte dann im November 2019: Der Stiftungsrat segnete in seiner Sitzung die Strategie der Careum Gruppe 2020 bis 2023 ab.

Der Strategieprozess markiert einen Kulturwandel bei Careum. Erstmals wurde die Entwicklung einer Vision so breit abgestützt. Die Leitenden der Tochtergesellschaften sassen bei den Diskussionen am gleichen Tisch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Stiftung. Und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in den Prozess involviert und konnten in einem Workshop ihre Meinungen äussern.

Entstanden ist eine Dachstrategie. Sie bietet übergeordnet Orientierung und steckt den Rahmen für die Tätigkeiten der Careum Gruppe ab. Dieser gehören neben der Careum Stiftung auch das Careum Bildungszentrum, die Careum Hochschule Gesundheit, Careum Weiterbildung und Edubase an. Die Idee dahinter: Nach einer erfolgreichen Pionierphase mit intensivem Wachstum geht es nun in der Strategieperiode 2020 bis 2023 darum, einerseits die begonnenen Prozesse innerhalb der Gruppe zu konsolidieren und andererseits neue Entwicklungen anzustossen, sodass das gesamte Potenzial von Careum optimal genutzt werden kann.

Über allem steht die Vision 2035. Sie lautet: «Careum gestaltet als bedeutender Lernort und innovativer Bildungsmotor eine bessere Gesundheitswelt – partnerschaftlich, vernetzt und begeistert.» Der Lernort ist dabei im weiteren Sinn zu verstehen. Careum will im Dreieck Bildung – Gesundheit – Soziales ein wichtiger physischer und virtueller Lern- und Forschungsort sein. In diesen Feldern leistet Careum mit Aus- und Weiterbildung sowie mit der Erarbeitung und Verbreitung von Grundlagen, Forschungsergebnissen, Bildungskonzepten, Lehrmitteln und anderen Verlagsprodukten einen massgeblichen Beitrag für eine qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung.

Die Vision beinhaltet auch die Botschaft, dass Careum der Bildung in der Gesundheitswelt verpflichtet ist und Entwicklungen in diesem Bereich wie ein Motor kontinuierlich und nachhaltig antreibt. Aus der Vision leitet sich zudem ab, dass partnerschaftliches Arbeiten im regionalen, nationalen und internationalen Netzwerk für Careum ebenso bereichernd wie alltäglich ist.

Das Herzstück der Strategie bilden fünf Stossrichtungen. Sie stellen Themenfelder dar, die in der Strategieperiode von 2020 bis 2023 bei Careum ganz oben auf der Agenda stehen.

1. «Careum macht sich für die Integration von Gesundheit und Sozialem stark – in Bildung, Versorgung und Politik.»
Das heisst: Die Careum Gruppe intensiviert ihren Effort, um die bestehenden Grenzen zwischen Gesundheit und Sozialem zu überwinden. Careum setzt sich dabei nachdrücklich für eine bessere interprofessionelle Zusammenarbeit, höhere Gesundheitskompetenz und eine ganzheitliche, personenorientierte Gesundheitsversorgung ein.

2. «Careum etabliert ein führendes Zentrum für Gesundheitskompetenz.»
Eine wichtige Rolle kommt dabei den Fachpersonen des Gesundheits- und Sozialwesens zu. Sie müssen auf die Aufgaben zur Stärkung der Gesundheitskompetenz vorbereitet werden. Careum will dies mit dem eigenen Lehr- und Lernangebot erreichen. Zusätzlich will Careum den Wissensaustausch fördern und wichtige Impulse und Akzente in der Diskussion rund um Gesundheitskompetenz setzen.

3. «Careum meistert die digitale Transformation und prägt sie mit praxisrelevanten digitalen Angeboten und Innovationen.»
Damit kommt zum Ausdruck, dass Careum einen Beitrag im Bereich der Digitalisierung leisten will, insbesondere in Sachen Bildung, Forschung und Innovation. Und was heisst dies konkret? Lernende und Studierende können bei Careum relevante digitale Kompetenzen für die Bildungs- und Gesundheitspraxis erwerben. Zudem schafft Careum Raum und Kultur zur Entwicklung von innovativen digitalen Ideen, fördert den öffentlichen Diskurs zur digitalen Transformation und räumt auch ethischen Fragen ausreichend Platz ein.

4. «Careum konkretisiert gemeinsam mit interessierten Partnern ein Netzwerk ‹Health School› als zukunftsweisendes interprofessionelles Bildungsangebot.»
Dahinter steckt die Idee, die berufs-, disziplinen- und tätigkeitsfeldübergreifende Ausbildung im Gesundheits- und Sozialwesen weiterzuentwickeln – ganz im Sinne eines Miteinanders für eine bessere Gesundheitswelt von morgen. Denn Kooperation und Vernetzung gewinnen in einer zunehmend komplexen Gesundheitsversorgung mit knappen Ressourcen immer mehr an Bedeutung. Zusammen mit qualifiziertem Personal sind sie der Schlüssel für eine optimale Versorgung und Betreuung von Patientinnen und Patienten.

5. «Careum ist in der Gruppe mehr als die Summe der Teile und positioniert sich als vorbildliche und lernende Organisation mit hoher Gesundheits- und Digitalkompetenz.»
Was gegen aussen gepredigt wird, soll auch intern gelebt werden. Deshalb will Careum den begonnenen Kulturentwicklungsprozess engagiert weiterführen, die interprofessionelle partnerschaftliche Zusammenarbeit auch intern fördern und sich aktiv für einen nachhaltigen Umgang mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Ressourcen einsetzen.

Damit sind die Schwerpunkte für die nächsten vier Geschäftsjahre gesetzt. Nun gilt es, die fünf Stossrichtungen und die damit verbundenen 22 Ziele schrittweise umzusetzen.