Neue Strategie

5 Fragen an Stiftungsratspräsident Hans Gut

Herr Gut, warum braucht Careum eine neue Strategie?​
Eine Unternehmensstrategie ist nie in Stein gemeisselt. Man muss in der Lage sein, sich auf veränderte Bedingungen einzustellen. Dies gilt auch für uns. Careum agiert im dynamischen Umfeld des Gesundheitswesens und sieht sich stetig mit neuen Entwicklungen konfrontiert. Unter diesen Umständen war es nach fünf Jahren wieder an der Zeit, sich zu fragen, wo man aktuell steht, wo man künftig hinwill und wie man dies erreichen kann. Zudem hat sich Careum als Gruppe in den letzten Jahren bedeutend weiterentwickelt. Mit der neuen Dachstrategie soll die Zusammenarbeit zwischen der Careum Stiftung und ihren Tochtergesellschaften weiter gestärkt werden.

Inwiefern schliesst die neue Strategie an die alte an?
Careum schlägt nicht einen völlig neuen Kurs ein. Die neue Strategie wurde auf Basis der Strategie 2014 bis 2019 entwickelt und enthält Elemente, die nach wie vor von strategischer Bedeutung sind und die in den kommenden Jahren weiter vertieft werden.  Zum Beispiel war Interprofessionalität bereits vor fünf Jahren ein Anliegen von Careum. Durch die neue Strategie soll das Thema nun mit der Idee einer «Health School» weiter vorangetrieben werden.

Im letzten Jahr wurde viel Zeit und Arbeit investiert, um die Strategie der Careum Gruppe neu auszurichten. Was erwartet der Stiftungsrat nun davon?​
Der Stiftungsrat erwartet, dass die neue Strategie nun Schritt für Schritt in Angriff genommen wird und in naher Zukunft bereits erste Ergebnisse zu sehen sein werden. Neben der kontinuierlichen Umsetzung soll aber auch die Möglichkeit bestehen, die gesetzten Ziele von Zeit zu Zeit zu überprüfen und allfällig erforderliche Anpassungen vorzunehmen. Nicht zuletzt erhofft sich der Stiftungsrat, dass sich die Belegschaft mit der neuen Strategie identifiziert und mit Überzeugung einen Beitrag zu deren Umsetzung leistet.

Wie wurde der Stiftungsrat in die Erarbeitung der Strategie integriert?
Der Stiftungsrat wurde durch die Teilnahme an mehreren Workshops in die Strategieentwicklung involviert. Zu gewissen sehr anspruchsvollen Themen, wie beispielsweise dem Ziel, mit Partnern ein Netzwerk «Health School» zu entwickeln, wurden einzelne Stiftungsrätinnen und -räte explizit gebeten bei der Ausarbeitung und Definition der Stossrichtung mitzuhelfen.

Wie können die Stiftungsrätinnen und -räte zur Erreichung der Strategieziele beitragen?​
Ein Grossteil der strategischen Ziele kann nur mit erfolgreichen Kooperationen erreicht werden. Der Einbezug von anderen Institutionen ist daher enorm wichtig. Careum hat das Glück, dass alle grossen Zürcher Bildungsinstitutionen hochkarätig im Stiftungsrat vertreten sind. Durch diese starke institutionelle Vernetzung waren Kooperationen bereits in der Erarbeitungsphase der Strategie nicht nur angedacht, sondern auch gewollt.